Vergangenheit

Wie unser Leben bisher verlaufen ist.
Was uns geprägt, inspiriert oder abgeschreckt hat.
Wie sich unsere Ziele, Wünsche und Ideale entwickelt haben.

Carolina

… in 9 Wörtern

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Frohnatur, Herzensmensch, kommunikativ

fürsorglich, ausgeglichen, geduldig

vielseitig interessiert, lernbegeistert

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dsc02251Geboren in Stuttgart und aufgewachsen in Freiburg, absolvierte ich mein Abitur im Jahr 2014. Obwohl ich ein Stadtmädchen war, war mir schon immer klar war was ich einmal machen möchte: Landwirtschaft. Darum machte ich nach dem Abi ein viermonatiges Praktikum in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten in der Nähe von München. Der Schwerpunkt war die Arbeit mit „Zweinutzungshühnern„. In Herrmannsdorf lernte ich bald Fabi kennen 🙂

Da mir die Arbeit dort sehr gefiel, entschied ich mich für das Studium „Landwirtschaft“ an der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising und startete motiviert. Schon nach ein paar Wochen wurde mir bewusst, dass das nicht die Bildung und das Wissen war wonach ich suchte und stoppte noch vor Semesterende mein Studium.

In Herrmannsdorf bekam ich die Möglichkeit in den verschiedensten Bereichen zu arbeiten und ich konnte darüber nachdenken was ich eigentlich machen möchte.

Nach unendlichen Recherchen stieß ich auf eine Universität deren Angebot, wie Musik in meinen Ohren klang: Projekt basiertes, selbstorganosiertes „action-learning“ mit den Permakulturethiken als Grundlage, angeboten als Fernstudium und einen anerkannten Bachelor Abschluss akkreditiert in England.

Mein Entschluss stand fest und ich startete im Oktober 2015 mit dem Bachelor „Integrative Ecosocial Design“ an der Gaia University International (Beschreibung siehe unten).

Zeitgleich zogen Fabi und ich in die Gemeinschaft „Lebensgarten Steyerberg“ in der Nähe von Hannover, um dort im Permakulturpark durch ein Praktikum Erfahrungen sammeln zu können. Dort konnte ich zahlreiche kleine und größere Projekte für mein Studium umsetzten, die Du auf meinem englischen Online Portfolio finden kannst.

Beschreibung der Gaia University

Die Gaia University International ist eine online „action learning“ (selbstständiges praktisches und theoretisches lernen = learning by doing) Universität. Durch eigene Projekte, die nach den Permakulturethiken ausgerichtet werden müssen, lernen Studierende ihren eigenen Lernweg zu verfolgen und Projekte im echten Leben umzusetzen.
So möchte die Gaia University den Absolventen eine HIlfestellung geben zu kritisch und selbst denkende Menschen heranzuwachsen, die einen positiven Wandel auf der Welt bewirken können und wollen.
Die Gaia University verzichtet bewusst auf finanzielle Unterstützung jeglicher Regierungen, Institutionen und wissenschaftlichen Unternehmen da sie komplett Unabhängig bleiben möchte.
Falls Dich diese Universität interessiert, besuche einfach mal die Webseite:
 2015-gaia-u-logo-w-website-600

 … Dinge die mich interessieren:

  • profilpage-diagramAuf ökologischer Ebene interessiere ich mich sehr einen ganzheitlichen, ökologischen Lebensstil zu gestalten. Dies beinhaltet, natürliches Bauen und alternative umweltfreundliche Technologien
  • Auf sozialer Ebene beschäftige ich mich mit neuen selbstbestimmten Lernwegen und Methoden. Diese möchte ich in Zukunft auch gerne weitergeben und andere Menschen ermutigen ihren Lernweg zu gehen.
  • Auf ökonomischer Ebene bin ich daran interessiert auf lange Sicht so unabhängig wie möglich von dem jetzigen Finanz/Geldsystem zu werden. Dies soll vor allem durch Wiederverwendung, und Tausch von Produkten entstehen. Für die Übergangszeit bin ich interessiert einen sogenannten „Poly-income-stream“ aufzubauen, das heißt, dass man diverse Einkommensquellen hat, die nicht alle in Form von Geld sind.

Fabian

… in 13 Wörternp1010169

  • ruhig, selbstständig, pragmatisch
  • lösungsorientiert, realistisches Urteilsvermögen
  • stark im Beobachten, Denken und Analysieren
  • wissbegierig

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Im Jahr des deutschen Mauerfalls wurde ich im schönen Allgäu geboren. Nach dem Abitur zog es mich in die Ferne. Es folgten einigen Praktika, Nebenjobs und Recherchen. Resultat war ein fünfmonatiger Freiwilligendienst im Botanischen Garten von Nischni Nowgorod (Russland).

Danach begann ich in München Biologie zu studieren und hielt drei Jahre später ein Bachelor-Zeugnis in der Hand. Gleichzeitig wusste ich, dass ich nie in der Wissenschaft arbeiten werde…

Ich informierte mich über praktische Berufe: ich wollte draußen arbeiten, mir wieder „die Hände schmutzig machen“ und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Die nahezu einzige Möglichkeit, die diese Kriterien erfüllte, war ein Ausbildung zum Landwirt. Mein Wunsch war es einen direkten Bezug zu unseren Lebensmitteln zu bekommen, zu sehen, wie das erzeugt wird, was ich mir tagtäglich einverleibe und was meinen Körper aufbaut und woraus ich bestehe.

DSC01964-1024x1024.jpgDas erste Ausbildungsjahr bei der DemeterHofgemeinschaft Heggelbach (180 Hektar, 50 Milchkühe, Schweinemast, Gemüseanbau, Futteranbau) verging wahnsinnig schnell. Ich lernte die Arbeit in der Landwirtschaft kennen und stellte fest, dass auch die Bio-Höfe ihre großen Flächen nur noch mit Maschinen bewirtschaften. So will ich keine Lebensmittel erzeugen, das war die wichtigste Lernerfahrung aus dieser Zeit.

Ich unterbrach die Ausbildung und nahm mir eine Auszeit: einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Costa Rica. Dort war mein Schwerpunkt die Zusammenarbeit mit Kleinbauern-Familien. Wir haben sie dabei unterstützt vielfältige Nahrungsanbau-Systeme auf ihren Flächen aufzubauen, um für die Familien eine vielfältige und sichere Nahrungsquelle aufzubauen.

In Costa Rica entschied ich mich dazu, mein zweites Ausbildungsjahr zu absolvieren. Glücklicherweise bekam ich eine Lehrstelle bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nahe München. Dort arbeitete ich im Projekt „Zweinutzungshuhn“:

P1010257.JPGHennen legen Eier. Brütet man sie aus, schlüpfen daraus Hennen und Hähne. Hähne legen keine Eier. Deshalb ist für sie in unserer modernen Welt kein Platz. Sie werden als Küken getötet. Die Hühnerhaltung in Herrmannsdorf ist anders.

Letztendlich war es wohl schon vorbestimmt, dass ich meine Lehre in Herrmannsdorf fortsetzen sollte, denn dort lernte ich Caro kennen!

Nach dem Abschluss meiner Lehre war es Zeit auch einmal den Norden Deutschlands kennenzulernen: ich bekam eine Bundesfreiwilligendienst-Stelle in einer Bio-Gärtnerei zwischen Hannover und Bremen. Wir zogen zusammen in die Gemeinschaft „Lebensgarten Steyerberg“ und arbeiteten im „Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg„.
Hauptsächlich ging es um den Anbau einer großen Vielfalt an Gemüse, im Freiland wie in Folientunneln. Außerdem haben wir Roggen, Gewürz-Kräuter, Blüten, Obst und Beeren angebaut.

Interessen

  • gesunde Ernährung und gesunder Lebensstil
  • Leben in und von der Natur, Wildnahrung
  • mehrjährige Systeme und Pflanzen (Obst, Gemüse, Kräuter, Wildpflanzen)
  • wesensgerechte Tierhaltung
  • natürliches Bauen (Lehm, Strohballen, Holz, …)