Einraumbeute selber bauen – Anleitung

Einführung

Als Grundlage für den Selbstbau unserer Einraumbeute diente mir die ▶Low-Cost-Anleitung von Mellifera. Diese sehr einfach gehaltene Anleitung ist leicht zu verstehen und fast für jeden umzusetzen. Trotzdem finde ich es schade, dass die Anleitung kaum ins Detail geht. Beispielsweise ob bei der Einraumbeute ein Lüftungsschlitz vorgesehen ist, wie groß dieser sein sollte oder wie die Revisionsklappe am besten befestigt wird. Die Revisionsklappe sollte schließlich auch relativ luftdicht sein.

Querschnitt aufliegender Oberträger
Aufliegender Oberträger im Querschnitt

Hilfreich ist die ▶Excel-Tabelle von Meelifera, welche die Maße der Platten für Boden und Wände je nach verwendeter Holzdicke umrechnet. Jedoch wird in der Anleitung folgendes nicht berücksichtigt: umso dicker das Holz wird, desto mehr können die Rähmchen innen seitlich an den Rand rutschen. Wenn der Abstand zwischen Rähmchen und Wand zu klein ist, dann werden eventuell Bienen zerdrückt. Die Rähmchen sollten in jedem Fall in einer eigenen Vertiefung sitzen und nicht einfach oben auf die Seitenwände der Einraumbeute aufgelegt werden (siehe Querschnitt-Zeichnung rechts).

Aufgrund des Mangels an Informationen im Internet habe ich mich entschlossen den Bau unserer Einraumbeute zu dokumentieren. Für alle, die die Möglichkeiten und Fähigkeiten haben, empfiehlt es sich das Holz selber zu leimen. Mir hat dabei ein Tischler geholfen. Das Herstellen der Leimholz-Platten werde ich unten ausführlich beschreiben und mit Bildern verdeutlichen.

– Zum Vergrößern der Bilder, einfach direkt auf die Bilder klicken. –

Geräte & Werkzeug

  • Bleistift, ▶Maßband, ▶Winkel
  • Hobelmaschine
  • Tisch-Kreissäge mit Parallel-Führung (eine Handkreissäge schneidet nicht so exakt parallel)
  • ▶Leimpinsel
  • ▶Schraubzwingen
  • Böcke
  • ▶Schwingschleifer, Schleifmaschine oder Schleifpapier
  • ▶Akkubohrer oder Bohrmaschine
  • Lamello- bzw. Flachdübel-Fräse: Was ist das? ▶Hier klicken! Das ist eher ein Spezialwerkzeug. Vielleicht könnt ihr es irgendwo ausleihen, statt zu kaufen.
  • optional und hilfreich: ▶Elektro-Stichsäge oder Bandsäge (Aussägen Lüftungsschlitz und Fluglochkeile)

Material

  • ▶Ponal Holzleim wasserfest, 225 g
  • Edelstahl-Schrauben (V2A): 3,5 mm x 30 mm und 3,5 mm x 40 mm
  • Weichfaserplatte: Breite: 30 cm + 2 x Holzdicke; Länge: 79 cm + 2 x Holzdicke; als Isolierung für den Deckel
  • Rähmchen, Trennschied, Deckel und weitere Ausstattung -> bei ▶Bienen-Janisch, Mellifera oder ▶Fibrin bestellen

Wenn man SELBST LEIMT:

  • 3 “rohe” Bretter, Fichte oder Tanne, ca. 3 cm dick (bzw. etwas dicker als man die Wände am Ende haben will), ca. 10-20 cm breit und 3 m lang
  • Lamellos bzw. Flachdübel: ca. 50 Stück, Größe 10 (▶hier könnt ihr sehen was gemeint ist)
  • nochmal Ponal Holzleim wasserfest, 225 g (oder gleich eine große Packung 550 g)

Wenn man NICHT SELBST LEIMT:

  • Fichtenleimholz (wasserfest, 18 mm dick) aus dem Baumarkt (direkt zugeschnitten auf die Maße): Meine Zuschnittliste mit 25 mm dickem Holz siehe unten. Wer 18 mm dickes Holz verwendet, bitte mit der Excel-Tabelle in der Mellifera Low-Cost-Anleitung umrechnen!
  • 1 große Leimholzplatte: für Korpus und Seitenwände (2500 mm x 600 mm x 18 mm); Zuschnitt: siehe Skizze (Idee von Mellifera Anleitung)
  • 1 kleine Leimholzplatte: für den Boden (300 mm x 1000 mm x 18 mm). Wird ein Anflugbrett mit integriert, ca. 10 cm breiter oder länger, je nachdem auf welcher Seite das Flugloch sein wird.

ZUSCHNITTLISTE:

Zuschnittliste gültig für eine Holzdicke von 2,5 cm. Bei einer anderen Holzdicke müssen die Maße umgerechnet werden! Dazu bitte die Excel-Tabelle (▶hier) der Mellifera-Bauanleitung verwenden.

  • Boden ohne Anflugbrett: 84,00 cm x 35,00 cm
  • Boden mit Anflugbrett: 84,00 cm x 45,00 cm
  • zwei schmale Leisten als Sockel: 2 x 8,00 cm x 35,00/45,00 cm (je nachdem, ob mit oder ohne Anflugbrett)
  • Seitenwände schmal: 2 x 35,00 cm x 56,00 cm
  • Wand vorne (Fluglochwand): 79,00 cm x 56,00 cm
  • Rückwand:
    • ohne Revisionsklappe: 79,00 cm x 56,00 cm 
    • mit Revisionsklappe: 79,00 cm x 46,00 cm + Revisionsklappe: 84,00 cm x 14,00 cm

Leimholz selber herstellen

– Falls ihr das Leimholz fertig kauft, springt direkt zum Abschnitt “Einzelteile werden zum Korpus der Einraumbeute”. –

Zuschneiden

Die drei rohen Bretter müssen zuerst auf die jeweils benötigte Länge zugeschnitten werden. Allerdings müssen immer mindestens 5 cm Puffer eingerechnet werden.
Das heißt am Beispiel Boden: Inklusive Anflugbrett sind die Endmaße 84 x 45 cm. Mit Puffer also ca. 90 x 50 cm. Die zugeschnittenen Bretter müssen zunächst auch nicht gleich lang sein, sondern nur ungefähr. Man braucht also Bretter von etwa 90 cm Länge. Je nach Breite braucht man dann 3 bis 5 Bretter, um mindestens 50 cm Breite zu erreichen.
Für die Seitenwände entsprechend gleich verfahren und den Puffer nicht vergessen! Sinnvoll sind außerdem immer ca. 2 Ersatzbretter.

Hobeln und Auslegen

Nachdem alle Bretter für den Korpus der Einraumbeute fertig zugeschnitten sind, werden sie durch die Hobelmaschine gelassen. Das ist allerdings nur nötig, wenn das Holz noch sägerau ist oder oben und unten noch nicht ganz parallel. Die Hobelmaschine gleicht diese Unterschiede aus. Nun sind die Bretter auf der ganzen Länge gleichmäßig dick und sind schön glatt!

Die Bretter sind zu Platten zusammen gelegt.

Die Latten werden jetzt sortiert und so hingelegt wie sie später geleimt werden. Dann am besten gleich die Bretter markieren: mit Bleistift ein großes Dreieck zeichnen, das über alle Bretter geht (siehe Bild rechts, linke Platte). Und zwar so, dass auf dem oberen Brett die Spitze ist und auf dem untersten die Basis des Dreiecks. So weiß man immer, wie die Bretter zusammen gehören, denn sie müssen wieder das Dreieck ergeben.

Beim Anordnen der Bretter nebeneinander gibt es etwas wichtiges zu beachten!
Es gibt bei einem Brett eine linke und eine rechte Seite. Die rechte Seite hat nach innen zum Kern des Baumes gezeigt, die linke hat nach außen zur Rinde gezeigt. Dann gibt es noch sogenannte Kern- oder Herzbretter mit stehenden (senkrechten) Jahresringen. Das Bild ▶HIER erklärt das sehr gut.

Hier ist oben die Linke (spLint) Seite und unten die Rechte (keRn) Seite.
Hier ist oben die Linke (spLint) Seite und unten die Rechte (keRn) Seite.

Optimal ist es, dass bei den nebeneinander liegenden Brettern abwechselnd eine linke und eine rechte Seite nach oben zeigen. Das ist wichtig, damit sich die Platten mit der Zeit nicht wölben. Denn wenn die Bretter abwechselnd angeordnet sind, dann würden sie sich jeweils in die entgegengesetzte Richtung wölben. Über die ganze Platte gleicht sich das dann aus. ▶HIER wieder eine bildliche Erklärung.

Bei den Kernbrettern ist es egal, welche Seite nach oben und unten zeigt, weil sie durch die senkrechte Anordnung der Jahresringe nicht zum Verziehen neigen.

Vorbereitung für Flachdübel

Flachdübel mit Aussparung und Markierung
Flachdübel, Aussparung & Markierung

Alle Bretter einer Platte werden nun in der richtigen Anordnung auf zwei Böcke gelegt. Dort wo zwei Bretter aneinanderstoßen, müssen in beide Bretter Aussparungen für die Flachdübel gefräst werden. Im Liegen werden die Stellen zum Fräsen markiert, mit einem Strich über zwei Bretter (siehe Bild links). Die Markierung ist sehr wichtig, denn die Aussparung muss später bei beiden Brettern genau an der gleichen Stelle sein!

 

Flachdübel-Fräse im Einsatz
Flachdübel-Fräse im Einsatz

Jetzt kommt die Flachdübel-Fräse zum Einsatz. An jeder markierten Stelle wird eine Aussparung eingefräst.

 

 

 

 

Bretter mit Flachdübeln bestückt
Bretter mit Flachdübeln bestückt

Nach dem Fräsen werden die Bretter hochkant gestellt. Alle müssen in die gleiche Richtung gedreht werden, damit danach alle wieder richtig liegen beim Zusammenstecken!

 

Flachdübel einsetzen und Bretter verleimen

Jetzt werden die Flachdübel in die Aussparungen gesteckt, die nach oben zeigen (siehe Bild links). Danach wird auf die Kante mit den Flachdübeln Holzleim aufgetragen und mit dem Leimpinsel gleichmäßig verteilt. Am besten zu zweit arbeiten, dann geht es schneller, denn der Leim trocknet schnell! Eine Person drückt den Leim aus der Tube, eine Person verteilt ihn mit dem Pinsel.

geleimte Bretter werden zusammengepresst
geleimte Bretter werden zusammengepresst

Anschließend werden die Bretter wieder flach hingelegt. Und zwar genauso, wie sie vor dem Aufstellen lagen! Jetzt müssten sicht jeweils eine Kante mit Flachdübeln und Leim und eine Kante mit Ausparungen und ohne Leim gegenüber liegen. Wenn das der Fall ist, dann können die Bretter zusammengedrückt werden. Zuerst von Hand, dann mithilfe von Schraubzwingen.

Drei oder vier Schraubzwingen pressen die Bretter zusammen. Vier Schraubzwingen pressen die Bretter auf die Böcke, damit die Platte sich nicht verzieht. Bei den Schraubzwingen wird immer eine Latte untergelegt, damit die Bretter keine Abdrücke bekommen (siehe Bild rechts).

Überschüssigen Leim entfernen
Überschüssigen Leim entfernen

Beim Anziehen der Schraubzwingen tritt der überschüssige Leim zwischen den Brettern aus. Das ist ganz normal und macht nichts. Dieser Leim wird entfernt, sobald er mittelfest ist, z.B. mit einem Spachtel. Am besten immer mal wieder überprüfen, wie gut er sich lösen lässt.

 

geleimte Platten werden abgeschliffen
geleimte Platten werden abgeschliffen

Je nach Raumtemperatur wartet man 30 bis 180 Minuten ab, dann werden die Schraubzwingen gelöst. Nun werden die Platten auf ihre genaue Größe geschnitten. Besonders auf rechte Winkel achten! Anschließend werden die Flächen abgeschliffen. An den Kanten aufpassen, die sollten kantig bleiben und kein Schleifpapier abbekommen. Normalerweise reicht grobes Schleifpapier aus (80er Körnung).

Einzelteile werden zum Korpus der Einraumbeute Vorüberlegungen

Jetzt sollten alle Platten die richtigen Maße haben. Nun geht es darum, die einzelnen Platten zum Korpus der Einraumbeute zu vereinen.
Davor ist es wichtig, sich noch Gedanken über Fluglöcher und Rähmchennut zu machen.

Fluglöcher

Fluglochwand mit Aussparungen für austauschbare Fluglochkeile
Fluglochwand mit Aussparungen für austauschbare Fluglochkeile

Will man einfach im Nachhinein runde Fluglöcher in die Fluglochwand bohren, ist hier nichts zu unternehmen.

Ich persönlich halte es allerdings für praktischer ausgesägte Fluglöcher mit austauschbaren Fluglochkeilen zu verwenden. Dafür habe ich an der Fluglochwand unten links und rechts ein Rechteck ausgesägt (siehe Bild rechts). In diese können später verschiedene Fluglochkeile eingesetzt werden.
Der Vorteil ist, dass ich die Fluglochgröße der Volksstärke anpassen kann. Auch kann ich problemlos zwei Völker in der Beute halten: zwei Fluglöcher und ein Trennschied in der Mitte der Beute.

Ich habe mich, wie Mellifera, für den Kaltbau entschieden (Kaltbau = durch das Flugloch sieht man – theoretisch – die Waben von der Seite; Warmbau = durch das Flugloch sieht man – theoretisch – nur die Fläche der ersten Wabe).

Wie liegen die Rähmchen auf?

unten: Die Oberträger der Einraumbeute liegen in der ausgefrästen Falz auf.
unten: Die Oberträger liegen in der ausgefrästen Falz auf.

Der zweite Punkt, über den man sich Gedanken machen sollte: Wie sollen die Rähmchen aufliegen?

Folgt man der Mellifera Low-Cost-Anleitung, liegen sie einfach auf den Wänden der Einraumbeute auf. Außen an der Beute werden Bretter befestigt als umlaufende Begrenzung. Das ist meines Erachtens nur eine sinnvolle Lösung, wenn die Wände der Beute nicht dicker als 18 mm sind. Bei dickeren Wänden haben die Rähmchen seitlich zu viel Spiel und könnten Bienen einquetschen.

Natürlich ist es hier sehr wichtig zu wissen, wie breit die Oberträger der Rähmchen genau sind. Fertigt man die Rähmchen selber, kann man die Oberträger einfach so breit wie nötig bauen.

Meine Rähmchen habe ich bei Bienen-Janisch bestellt. Sie sind für 25 mm Wandstärke nicht breit genug, um direkt auf der Beute aufzuliegen! Wir haben also oben an den langen Seitenwänden eine Falz in das Holz gefräßt (siehe Bild links). Das wurde mit einer großen Tischkreissäge gemacht, aber mit einer anderen Maschine geht es auch.

Die Einraumbeute zusammenbauen

Die vier Wände

Positionen der Schrauben und Lüftungsschlitz
Positionen der Schrauben und Lüftungsschlitz. Links und rechts sind jeweils 3 Flachdübel zwischen den 4 Schrauben.

Nun sind alle Vorbereitungen für die Vereinigung der einzelnen Platten getroffen. Wir haben zuerst die vier Seitenwände miteinander verbunden. Dafür haben wir wieder Flachdübel verwendet. Hier ist es aber nicht ganz so wichtig und ihr könnt auch darauf verzichten. 

Zuerst wurden die Stellen für die Flachdübel angezeichnet. Dann wurde dazwischen für die Edelstahl-Schrauben vorgebohrt (so breit wie die Schraube ist, z.B. 4 oder 5 mm) und gesenkt. Das Senken ist hier wichtig, damit die Schrauben später so nahe am Rand der Platte keine Risse verursachen. Auf dem Bild rechts könnt ihr die Position der Schrauben sehen.

 

Aussparungen werden in die Ecken der Einraumbeute gefräst
Aussparungen in die Ecken der Einraumbeute fräsen. Die oben liegende Wand wird dann aufgestellt, dann passen die Aussparungen zueinander.

Für die Flachdübel wurden wieder Vertiefungen eingefräst. Und zwar jeweils an den vier Ecken, wo die Platten einander berühren (siehe Bild links). Dann werden die Flachdübel hinein gesteckt und die Kante mit Leim bestrichen. Jetzt sollte es wieder flott gehen, damit der Leim möglichst wenig antrocknet.

Die beiden Wände werden miteinander verbunden, die Flachdübel sitzen in den Aussparungen gegenüber. Dann sofort die beiden Platten mit den Schrauben verbinden durch die vorgebohrten Löcher. Die Schrauben sollten die beiden Platten fest aneinander ziehen. Denn hier können keine Schraubzwingen verwendet werden! Der überschüssige Leim wird entfernt, sobald er mittelfest ist, z.B. mit einem Spachtel. Am besten immer mal wieder überprüfen, wie gut er sich lösen lässt.

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Der Sockel

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Wir haben uns entschlossen die Einraumbeute auf einen Sockel zu bauen. Den Sockel haben wir vorne vor den Fluglöchern verlängert, so entstand auch gleich das Anflugbrett. Somit konnten wir die vier verbundenen Wände einfach auf den Sockel setzen und mit Hilfe von Leim und Schrauben befestigen.

Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ein integriertes Fluglochbrett sinnvoll ist. Denn es ist waagrecht. Wenn es regnet, kann das Wasser nicht richtig ablaufen. Wenn die Beute von oben gut vor Regen geschützt ist, ist es sicher kein Problem. Den Sockel dagegen finde ich eine sehr gute Idee, denn so kann die Beute auch unten immer gut abtrocknen.

Feinarbeiten

Außen und innen alle Flächen und Kanten auf Splitter überprüfen. Bei Bedarf nochmals mit Schleifpapier nacharbeiten.

Fluglochkeile

Wir haben zwei rechteckige Ausspaarungen (Breite: 10cm, Höhe: 2,5 cm), welche ich flexibel nutzen kann. Für die Fluglochkeile wurden vier “Rohlinge” gefertigt, welche genau in die Aussparungen passen. An drei Seiten – außer unten – haben sie einen Überstand von ca. 1,5cm. So soll sichergestellt werden, dass sie dicht sind und an der Seite keine Zugluft oder Regen eindringen kann.

Bis jetzt habe ich nur einen Fluglochkeil mit einem 0,7 cm hohen und 5 cm breiten Bieneneingang versehen. Dann kann ich erstmal beobachten, ob die Größe geegnet ist und bei Bedarf bei den nächsten Keilen ändern. Ein Keil ohne Flugloch sollte immer als Verschluss vorhanden sein.
Die Keile und die Aussparungen seht ihr auf den beiden vorigen Bildern.

Revisionsklappe

oeffnung fuer die revisionsklappe
Öffnung für die Revisionsklappe

Für die Öffnung der Revisionsklappe haben wir die Rückwand schon im Voraus kürzer gebaut. So mussten wir nicht extra eine Öffnung hinein sägen. Die Klappe ist eigentlich wie ein Fluglochkeil gebaut, nur größer und dass alle Seiten 1,5 cm überstehen. Die Revisionsklappe ist über die ganze Länge gebaut, so dass man relativ gut beobachten kann, selbst wenn zwei Völker in der Beute sind. Auch kann man so bequem füttern oder die Varroakontrolle durchführen.

revisionsklappe geschlossen
Revisionsklappe geschlossen

Lüftungsschlitz

gitter vor lueftungsschlitz innen
Gitter innen vor dem Lüftungsschlitz

Über die Belüftung der Einraumbeute habe ich viel nachgedacht und gelesen. Viele Einraumbeuten neigen wohl zu Schimmelbildung im Flugloch-fernen Bereich. Darum wollte ich auf jeden Fall mindestens einen Lüftungsschlitz integrieren. Da mein Boden geschlossen ist (und auch kein integriertes Varroagitter beinhaltet), musste ich den Lüftungsschlitz woanders einbauen.

Letzlich habe ich es wie in der Mellifera-Anleitung gemacht. Der Lüftungsschlitz von 1 cm Höhe und 22 cm Länge befindet sich auf der Flugloch-fernen Seite relativ weit oben. Auf der Innenseite ist ein Varroagitter angebracht. So können keine größeren Tiere eindringen. Von außen kann der Schlitz mit einem Keil verschlossen werden.
Am Boden möchte ich vorerst keine Lüftungsschlitze anbringen. Aber das wäre nachträglich kein Problem.

lueftungsschlitz mit keil verschlossen
Lüftungsschlitz mit Keil verschlossen

 

Wachstuch und Deckel

Über die Rähmchen lege ich ein selbst gemachtes Bienenwachstuch. Zwischen Rähmchen und Wachstuch lege ich schmale Holzleisten, damit Tuch und Rähmchen sich nicht berühren. Sonst würden die Bienen das Tuch an den Rähmchen verkitten und man könnte es nicht mehr zur Kontrolle abnehmen. ▶Hier könnt ihr den Artikel “Wachstuch selber machen” lesen.

Auf das Wachstuch wird eine Weichfaser-Dämmplatte in entsprechender Größe gelegt. Je nach Standort kann dann als Wetterschutz noch ein Aluminiumdeckel oben drauf (z.B. von Bienen Janisch).

Holzschutz

Die Einraumbeute habe ich mit ▶HM1 behandelt, einem ungiftigen und biologisch abbaubaren Holzschutzmittel. Allerdings ist HM 1 nicht wasserfest. Im Außenbereich ist deswegen ein Zusatzanstrich erforderlich, damit der Regen das Mittel nicht abwäscht. Ich habe mich für ein natürliches Leinölfirnis entschieden. Meine Einraumbeute wird wahrscheinlich starker Witterung ausgesetzt sein und ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt.

Sonstiges

Aus zeitlichen Gründen habe ich die Rähmchen bei Bienen Janisch in Österreich gekauft. Die Rähmchen passen perfekt in diese Beute.

Wie ich es mit Füttern mache, weiß ich noch nicht genau. Wahrscheinlich nehme ich einfach ein konventionelles Futtergeschirr und stelle es unten in die Beute. Bienen Janisch bietet auch Futtertaschen an. Nachdem ich einige Erfahrungsberichte von ertrinkenden Bienen gelesen haben, möchte ich aber zuerst ein Futtergeschirr ausprobieren. Oder ich schlage das Wachstuch ein wenig zurück, säge ein Loch in die Weichfaser-Dämmplatte und setze dann das Futtergeschirr drauf. Das funktioniert allerdings nur ohne den Aluminiumdeckel.

Auf dem Blog von Isabella Schicktanz könnt ihr lesen, welche Qualität verschiedene Hersteller von Einraumbeuten, wie z.B. Mellifera, Bienen Janisch und Fibrin, liefern. ▶Hier hat sie einen tollen Vergleich veröffentlicht.

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